Karriere nach Maß

Bildungsmöglichkeiten innerhalb des Tischlerhandwerks
aufbauend auf die Gesellenprüfung

Fortbildung zum Aufstieg

Mit dem Gesellenbrief in der Hand lassen sich eine Vielzahl von berufsorientierten Seminaren und Lehrgängen absolvieren. Die Anpassung und Spezialisierung in Bereichen wie etwa der Oberflächentechnik oder der CNC-Fertigung erhöhen das fachliche Know-how und erweitern die individuellen Einsatzmöglichkeiten. Daneben bieten die einzelnen Landesverbände ein umfangreiches Programm zur betrieblichen Weiterbildung an.

Holz und Technik

Das Studium zum staatlich geprüften Holztechniker qualifiziert für mittlere Führungsaufgaben in den Bereichen Produktionsplanung und Fertigungssteuerung und kann an ca. 18 Fachschulen in Deutschland erfolgen. Die Weiterbildung dauert, je nachdem ob in Vollzeit- oder Teilzeitform, entweder zwei oder vier Jahre. Teilnahmevoraussetzungen sind der Gesellenbrief und mindestens zwei Jahre Berufspraxis.

Zur Meisterschaft

Der Meisterbrief ist ein begehrtes Ziel, das seinem Träger das Recht verleiht, den geschützten Titel "Tischlermeister" zu führen. Er bietet einerseits die Möglichkeit, sich selbständig zu machen - weitaus wichtigstes Motiv für die zahlreichen Absolventen der Meisterprüfung in Deutschland. Andererseits bietet die Meisterqualifikation auch den Weg hin zu einer verantwortungsvollen Führungstätigkeit als angestellter Betriebsleiter oder Leiter einzelner Fachabteilungen.

Zur Meisterprüfung wird zugelassen, wer die Gesellenprüfung bestanden hat und seit dem Abschluss der Lehrzeit eine mehrjährige Tätigkeit im Tischlergewerbe vorweist. Zur Vorbereitung auf die Meisterschaft werden Lehrgänge als Abend- und Wochenendveranstaltungen (Teilzeit) und an Ganztags-Meisterschulen angeboten.

An Universität und Fachhochschule

Je nach Vorbildung kann der Tischlergeselle auch über das Studium zusätzliche Aufstiegschancen nutzen. So ist der Tischlergesellenbrief beispielsweise eine optimale Grundlage, um das Wunschziel vieler junger Leute, den Beruf des Innenarchitekten zu erreichen. Um die gestaltende, technische und wirtschaftliche Planung von Räumen für den individuellen Bedarf zu erlernen, stehen in Deutschland zahlreiche Hochschulen und Akademien zur Verfügung. Für die hochqualifizierte Tätigkeit in der Holzwirtschaft bereitet ein Studium zum Diplom-Ingenieur für Holztechnik oder zum Diplom-Holzwirt vor. Jungen Tischlern mit einer pädagogischen Ader bietet sich eine Ausbildung zum Berufsschullehrer an.

Tischler sein!