Ausbildungsverordnung

Die neue Ausbildungsverordnung ist mit Wirkung vom 01. August 2006 in Kraft getreten. Die Ausbildungsdauer bleibt bei drei Jahren.

Die Zwischenprüfung soll - wie gehabt - vor dem Ende des 2. Lehrjahres stattfinden: Die Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, soll in höchstens 6 Std. durchgeführt werden. Innerhalb dieser Zeit ist ein Fachgespräch mit max. 10 Minuten zu führen. Außerdem soll der Prüfling in 150 Minuten schriftliche Fragen beantworten, die sich auf die Arbeitsaufgabe beziehen.

Gesellenprüfung
Arbeitsaufgabe I (Arbeitsprobe): höchstens 7 Std.
Arbeitsaufgabe II (Gesellenstück): maximal 100 Std. Bei der Arbeitsaufgabe II ist der Bereich, in dem der Prüfling überwiegend ausgebildet wurde, zu berücksichtigen. Das Fachgespräch mit max. 30 Minuten zählt zur Arbeitsaufgabe II. Das Ergebnis der Arbeitsaufgabe I und II soll jeweils mit 50 % gewichtet werden.

Für die Arbeitsaufgabe I kommt in Betracht:

  1. Herstellen eines Erzeugnisses aus unterschiedlichen Materialien unter Anwendung maschineller Bearbeitungs- und Verbindungstechniken einschließlich der Verwendung eines Halbwerkzeuges oder
  2. Einbauen und Montieren von Erzeugnissen.

Prüfungsbereiche

  Dauer Wichtung
1. Gestaltung und Konstruktion 120 Min. 30 %
2. Planung und Fertigung 120 Min. 30 %
3. Montage und Service 60 Min. 20 %
4. WiSo 60 Min. 20 %

Der schriftliche Teil kann auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Ausschusses durch eine mündliche Prüfung in den einzelnen Fächern ergänzt werden, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Gewichtung schriftlich zu mündlich: 2 : 1.

Die Prüfung ist bestanden, wenn im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. In drei der vier Prüfungsbereiche des schriftlichen Teils der Prüfung müssen mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Weiterhin darf in keiner der Arbeitsaufgaben des praktischen Teils sowie in dem weiteren Prüfungsbereich des schriftlichen Teils eine ungenügende Leistung erbracht worden sein. Das bedeutet, die Prüfung kann dann nur noch mit höchstens einer fünf im schriftlichen Teil bestanden werden.

Eine gestreckte Prüfung (Anrechnung der Zwischenprüfungsergebnisse auf die Gesellenprüfung) wird bei Inkraftsetzen der neuen Ausbildungsordnung noch nicht möglich sein. Da aber beide Sozialpartner den Wunsch nach einer gestreckten Prüfung haben, wird vermutlich sofort nach Abschluss der Testphase und der Evaluierung Anfang 2007 eine Novellierung der Prüfungsordnung angestrebt.